Ein Jahr beginnt am 1. Januar und endet üblicherweise am 31. Dezember. Die weltweite  Lions-Bewegung richtet ihren  Kalender jedoch  anders aus. In den Lions-Clubs läuft das Jahr traditionell vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres. Für diesen Zeitraum wird der Vorstand gewählt.  So stand jetzt auch im Lionsclub Cuxhaven – es ist der älteste Club dieser Organisation in der Stadt – ein Wechsel auf dem Posten des Präsidenten an.

Im Standhotel Duhnen übergab der bisherige Präsident Rüdiger Koenemann in einer Feierstunde das Zepter – oder besser gesagt, die Amtsnadel – an seinen Nachfolger Dr. Ulrich Meister.  Sein Lionsjahr hatte  Koenemann unter das Motto „Spurensuche und Perspektiven“ gestellt. Diesem Leitspruch widmete er eine  ganze Reihe von Vorträgen und Veranstaltungen. Verschiedenste Themen rückten bei den Clubabenden in den Fokus – etwa die Hospizarbeit oder Umweltthemen wie die Rückkehr des Wolfs. Es ging um historische Aspekte der Stadt Cuxhaven und ebenso um aktuelle Trends und Entwicklungen – wie etwa der Aufbau des Offshore-Standortes.  Koenemann reflektierte in seinem Rückblick  die „Haupt-Activity“ seines Clubs. Es ist die alljährliche Lions-Weihnachtstombola, die allen Cuxhavenerinnen und Cuxhavenern ein fester Begriff ist. Einmal mehr traf diese von vielen lokalen Unternehmen und Sponsoren unterstützte Aktion auf starke Resonanz und spülte mit dem  Losverkauf in der vergangenen Adventszeit einen erheblichen Betrag in die Kasse des Clubs. Das Geld  kommt Gemeinwohl-Projekten zugute.  Es fließt für soziale, ökologische, kulturelle, bildungsrelevante  und wohltätige Zwecke im regionalen Raum.  Es ist dieses  besondere Engagement, dem sich die Lions verschrieben haben. Die „Löwen“ wollen in der Gemeinschaft  Gutes tun. „We serve“ (zu deutsch: wir dienen) ist der Leitgedanke der Organisation.

Dr. Ulruich Meister, betonte, die Präsidentschaft sei ihm „eine Herzensangelegenheit“. Der neue Mann an der Spitze des Lions Clubs Cuxhaven erklärte, dass die einzelnen Service-Clubs in der Stadt künftig stärker die Annäherung suchen werden. Erste Ansätze für gemeinsame Projekte gebe es. Themen, die er in seinem Jahr platzieren und aus lokaler Perspektive betrachten möchte, sind unter anderem der demografische Wandel, die Altersvorsorge, die Medizin. Im Hintergrund sind die Vorbereitungen für die nächste große  Weihnachtstombola, die im Advent 2019 über die Bühne gehen wird, schon wieder angelaufen.

62 Jahre alt ist der Lions Club Cuxhaven inzwischen. Er zählt rund 50 Mitglieder. Aus dem Club sind weitere Löwen-Clubs in der Region hervorgegangen – etwa der Club Alte Liebe oder der Damen-Lions-Club Leuchtfeuer. Alle sind sie Teil der Organisation „Lions Clubs International“ (LCI), einer weltweiten Vereinigung freier Menschen, „die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und uneigennützig an ihrer Lösung mitzuwirken“, wie es auf der Webseite von LCI heißt. Lions helfen, ob in Kinder- und Jugendprojekten, bei der Unterstützung Sehbehinderter oder in Ländern der Dritten Welt. Sie engagieren sich ehrenamtlich für Menschen, die Hilfe brauchen. Dabei kümmern sie sich um die Menschen in ihrer Nachbarschaft und in ihrer Stadt genauso wie um Notleidende in aller Welt. Mit fast 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit ist Lions Clubs International (LCI) eine der größten Nichtregierungsorganisationen. In Deutschland zählt sie rund 52 000 Mitglieder